Download Zeitspieler: Inszenierungen des Temporalen bei Bergson, by Kerstin Volland PDF

By Kerstin Volland

Wird Zeit aus der engen shape des linearen Zeitverlaufs entlassen, dann folgen Ereignisse nicht mehr aufeinander und Wirkungen nicht mehr auf Ursachen - dann weicht die Eindeutigkeit des Geschehens einem Spiel der Möglichkeiten. Diese Idee kennzeichnet sowohl das Denken von Henri Bergson und Gilles Deleuze als auch das Filmschaffen von David Lynch.
Kerstin Volland stellt am Beispiel dieses Denkens Theorie, Methode und Forschungsweise der Filmanalyse dar. Aus medienpädagogischer Sicht zeigt sie auf, wie sich Zeit im movie ausschließlich durch das subjektive Erleben offenbart.

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Erst so kann eine konkrete Vergangenheit vormaliger Aktualitäten überhaupt entstehen und Zukunft nachrücken. Die ontologische Vergangenheit gleicht einem Magneten oder einem ‚schwarzen Loch’, welches Gegenwart wie Zukunft anzieht und einsaugt. Sie nimmt die abgelaufene Zeit in sich auf und ist zugleich Ursache ihres Ablaufens: würde der Augenblick nicht von der koexistenten Vergangenheit angezogen, bliebe er gegenwärtig. „Die Vergangenheit folgt nicht der Gegenwart, sondern wird von dieser im Gegenteil als Bedingung schlechthin vorausgesetzt, ohne die sie nicht vergehen könnte“ (Deleuze 2001 79).

An der Kegelbasis sind die Momente der vergangenen Dauer sehr locker miteinander organisiert. Je mehr sich der Kegel verjüngt, umso mehr verdichtet sich die vergangene Dauer, bis sie sich schließlich komplett in der Gegenwartsspitze des Kegels zusammenzieht. Der gegenwärtige Augenblick bildet die am höchsten angespannte Ebene der Vergangenheit und trägt das Ganze der vergangenen Dauer in sich. ) läßt sich also ohne die Wohlunterschiedenheit und wie eine gegenseitige Durchdringung, eine Solidarität, eine intime Organisation von Elementen begreifen, deren jedes das Ganze vertritt und von diesem nur durch ein abstraktionsfähiges Denken zu unterscheiden und zu isolieren ist“ (Bergson 1999: 78).

Sie bilden „Zentren der Indeterminiertheit“ (Bergson 1991: 21), da sie nicht auf alle Bewegungen antworten, die von den umgebenden Bildern ausgesandt werden, sondern nur auf solche, die relevant sind. Diese selektive Weiterleitung von Bewegung ist es, welche Bergson als Wahrnehmung bezeichnet: „Materie nenne ich die Gesamtheit der Bilder, und Wahrnehmung der Materie 17 Weil Bergson die Materie mit ihrer Erscheinung gleichsetzt, wurde ihm von Kritikern ein naiver Realismus vorgeworfen. Zoom: Henri Bergson 45 diese selben Bilder bezogen auf die mögliche Wirkung eines bestimmten Bildes, meines Leibes“ (Bergson 1991: 6; Hervorhebung im Original).

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