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By Franz Walter

Das Buch handelt von den ursprünglich tragenden sozialmoralischen Lagern der deutschen Industriegesellschaft, und es portraitiert einige ihrer bedeutenden Repräsentanten, die den politischen Milieus Gesicht wie Prägungen gegeben haben. Der Autor erörtert den hybriden Anspruch der weltanschaulichen Eigenkulturen, denen es um „neue Menschen“ in „befreiten Gesellschaften“ ging. Wir treffen dabei auf zahlreiche Mythen, etliche Wirrungen und nicht wenige Tragödien. Wir stoßen im historischen Vollzug schließlich mehr und mehr auf die ernüchternden Folgen realer Alltagspolitik, an deren Ende nicht mehr der „neue Mensch“ stand, sondern sich vielmehr eine neue politische Klasse im Parteienstaat herauskristallisierte.

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Kurzum: Seit dem 19. 60 In die SPD war er 1947 in Göttingen eingetreten. Doch das war es – von einigen Auftritten im örtlichen SDS abgesehen – an sozialdemokratischer Basisarbeit auch schon für die nächsten fünfzehn Jahre. An Ortsvereinsversammlungen beteiligte er sich überwiegend nicht, weder in Göttingen noch in Freiburg. 61 Indes blitzte seine sozialdemokratische Ambition schon zwischen 1952 und 1956 kurz auf, als er unter dem Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Adolf Arndt, als Wissenschaftlicher Assistent arbeitete.

Gescheiterte Kanzlerkandidaten. Von Kurt Schuhmacher bis Edmund Stoiber, Wiesbaden 2007, S. 323 ff. 91 48 I. Sternstunden und Tragödien des Sozialismus dann noch die Umfragewerte abstürzten, reichte eine dröhnende Rede des Oskar Lafontaine, um den Parteivorsitzenden zu stürzen. Nicht ganz wenig von den Vorgängen des Jahres 1995 erinnert in der Tat an die Situation von Kurt Beck im Jahr 2008. Auch Beck war durchaus ein Mann mit Machtwillen und Stehvermögen. Aber auch er hatte die größte Mühe, auf dem Berliner Glatteis nicht pausenlos auszurutschen.

Die Ära Brandt–Scheel, Stuttgart 1982, S. 524; Gregor Schöllgen, Willy Brandt. Die Biographie, Berlin 2001, S. 180; Karl Dietrich Bracher/Wolfgang Jäger/Werner Link, Republik im Wandel. Die Ära Brandt, Stuttgart 1986, S. 32. 65 40 I. Sternstunden und Tragödien des Sozialismus Aber wie hätte der richtige Mann sein, was genau hätte er machen müssen? In aller Regel bekommt man auf diese Frage von kundigen Interpreten des Politischen zu hören, dass ein guter Kanzleramtschef seine Funktion still, leise, unauffällig ausfüllen müsse.

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