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By Richard Traunmüller

Die Rolle der faith für die Entstehung sozialen Kapitals – d. h. zivilgesellschaftliche Netzwerke und soziales Vertrauen – ist sowohl theoretisch als auch empirisch hoch ambivalent. Richard Traunmüller zeigt die Bedingungen auf, unter denen faith als vorpolitische Grundlage der Demokratie gelten kann und unter welchen nicht. Er nimmt zu diesem Zweck eine doppelt kulturvergleichende Perspektive ein und argumentiert, dass das Verhältnis zwischen Religiosität und sozialem Kapital sowohl im Vergleich von verschiedenen Religionsgruppen als auch im Vergleich verschiedener nationaler Kontexte variiert und dadurch einer systematischen sozialwissenschaftlichen Erklärung zugeführt werden kann.

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Damit kommt der Religion in Fukuyamas Überlegungen also vor allem im Rahmen des Kulturvergleichs eine entscheidende Rolle zu. Denn wenngleich „die hierarchische Autorität der organisierten Religion für die Erzeugung moralischer Regeln nicht unabdingbar ist, war sie doch in historischer Sicht für die Entstehung von Kulturen absolut entscheidend“ (2000: 313). Der zentrale kulturelle Unterschied, den Fukuyama in diesem Zusammenhang im Auge hat, besteht in dem, was er den ‚Radius des Vertrauens‘ nennt.

Erstens einen allgemeinen Prozess der Säkularisierung im Sinne einer Abnahme religiöser Praktiken und Bindungen, zweitens einen Prozess der religiösen Individualisierung in Gestalt eines Formwandels des Religiösen von öffentlich gelebter hin zu vornehmlich privater Religiosität, sowie drittens einen Prozess neuer religiöser Pluralisierung, welche zu einem großen Teil, aber keineswegs ausschließlich auf Immigration zurückzuführen ist. Dabei bezieht er sich im konkreten Fall zwar auf die USA, aber es dürfte anhand der aufgezählten Aspekte deutlich genug werden, dass es sich durchaus um generellere Argumente handelt, welche sich auch in anderen und vor allem dem europäischen Kontext als fruchtbar erweisen könnten.

Im Vordergrund des religiösen Lebens stehen nicht mehr der dogmatische Glaube und das religiöse Heil im Jenseits, sondern vielmehr der Wunsch nach Gemeinschaft, Vertrauen und Werten sowie die Einsicht, dass sich diese Ziele wenngleich 50 2 Der Ort der Religion bei den Klassikern der Sozialkapitaltheorie nicht ausschließlich, so doch am wirkungsvollsten in Religionsgemeinschaften realisieren lassen: „Keine Religion sieht sich selbst als bloßes Instrument einer sozialen Ordnung. […] Doch genau so verhalten sich heute viele Menschen zur Religion.

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