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By Inga Truschkat

Inga Truschkat analysiert auf der foundation eines Kompetenzdiskurses Bewerbungsgespräche, um zu erklären, inwieweit mit dem Phänomen Kompetenz neue Rationalitäten sozialer Differenzierung einhergehen. Sie zeigt zwei Ausprägungen eines Kompetenzdispositivs auf, die als disziplinarisches und als sicherheitstechnologisches Kompetenzdispositiv unterschieden werden können. Während sich im ersten Fall Kompetenz als ein optimales Modell, als eine feststehende Norm darstellt, bei der habituelle Passungskriterien eine zentrale Rolle spielen, zeichnet sich im zweiten Fall Kompetenz als eine bestmögliche und versatile Anpassung an die Erfordernisse des modernen Arbeitsmarkts ab.

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Ein Diskurs lässt sich demnach nicht einfach als eine in unserem Denken existierende Einheit wie die des Buchs, des Werks oder der Disziplinen oder Wissenschaften fassen. Die Einheit des Diskurses existiert vielmehr durch die spezifischen Formationsregeln, die seine Elemente bestimmen, aus denen er besteht. So ist der Kompetenzdiskurs keineswegs einer bestimmten wissenschaftlichen Disziplin zuzuordnen, sondern besteht in seiner typischen Art und Weise (a) der Herstellung des Gegenstands Kompetenz, (b) der spezifischen Organisation der auftretenden Begrifflichkeiten, (c) den Strategien des Auftretens bestimmter Aussagen und (d) der besonderen Form der Verkettung der Aussagen.

Diese strikte Linearität der Abfolge unterscheidet die Alltagswirklichkeit von der diskursiven Wirklichkeit. So betont Foucault gerade – wie noch gezeigt werden muss – das System der ‚Streuungen’ der Aussagen. Die Aussageereignisse unterliegen hier keiner notwendigen Abfolge eines zeitlichen und dadurch logischen Aufbaus. Der logische Aufbau liegt demnach viel eher in den Formationsregeln selbst begründet. Die Archäologie bietet somit eine Makro-Perspektive an, mit der eine „Freilegung“ (Keller 2005b: 147) der diskursiven Wirklichkeitsenklaven möglich ist.

Zu (c): Schließlich muss man davon ausgehen, dass der Kompetenzdiskurs in irgendeiner Weise beschränkt ist. So sind theoretisch unendlich viele Aussagen denkbar, faktisch werden aber niemals alle möglichen Gegenstandsformationen, begriffliche Raster oder Äußerungsverkettungen realisiert. „Eine diskursive Formation besetzt also nicht das ganze mögliche Volumen, das ihr die Formationssysteme ihrer Gegenstände, ihrer Äußerungen, ihrer Begriffe mit Recht öffnen. Sie ist wesentlich lückenhaft und dies durch das Formationssystem ihrer strategischen Wahl“ (Foucault 1981: 99).

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