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By Michael Krüggeler, Karl Gabriel, Winfried Gebhardt

Das Buch zeigt, daß sich religiöse Organisationen zwischen modernen Organisationsstrukturen und religiöser Semantik bewähren müssen. Dadurch wird die Erforschung religiösen Wandels erneut in den Blick gebracht. faith als soziales process läßt sich im Spannungsfeld der Begriffe "Institutionen - employer - Bewegung" beschreiben. establishment und Bewegung können gleichsam als die Extremformen religiöser Vergemeinschaftung bzw. Vergesellschaftung gelten: Bewegung steht für das schöpferisch-revolutionäre point des Religiösen. establishment steht demgegenüber für habitualisierte, sozial und rechtlich verfaßte und zum Teil hierarchisch gegliederte Formelemente des Religiösen. Mit der gegenwärtigen Deinstitutionalisierung der Konfessionskirchen entfaltet sich die Struktur des Religionssystems in seiner Komplexität: Die Kirchen als religiöse Institutionen übernehmen unter dem Druck einer sich erfolgreich organisierenden Umwelt mehr und mehr den Charakter formaler Organisationen. Auf der anderen Seite verlieren auch religiöse Bewegungen ihre charismatische Unschuld: Gesinnungsethische Normativität kann sich oftmals nur unter Einsatz hochstrukturierter Mechanismen soziale Geltung verschaffen. Der vorliegende Band analysiert das modernisierte religiöse Feld als Spannungsverhältnis von religiöser establishment, corporation und Bewegung. Er möchte damit einer Perspektive der Erforschung religiösen Wandels unter strukturellen Aspekten erneut Aufmerksamkeit verschaffen.

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Zwischen rutual und Selbstsuche, Frankfurt, New York, 103-126 Olk T. , ülk, Th. ): Von der Wertgemeinschaft zum Dienstleistungsunternelunen, Frankfurt a. , 98-122 Ortmalll1 G. (1995): Formen der Produktion. Organisation und Rekursivität, Opladen Peters Bemhard (1993): Die Integration moderner Gesellschaften, Frankfurt a. M. Rosenstock-Huessy E. (1931): Die europäischen Revolutionen, Jena Schluchter W. (1988): Religion und Lebensführung, Band 2. Studien zu Max Webers Religions- und Herrschaftssoziologie, Frankfurt a.

Koch 1995). Generell ergibt sich der Schluss, dass sich die unbestritten hohe Bedeutung formaler Organisation im Christentum nicht aus einer primären positiven Einstellung zur Mesoebene, sondern eher indirekt • aus dem Zwang zur Mediatisierung mikro- und makrosozialer Orientierungsformen (bzw. deren Eingrenzung), • aus dem Zwang zur Spezifizierung einer nicht hinreichend strukturierten Offenbarungsgrundlage ergibt. Damit scheint das Christentum die ihm gemässe gesellschaftliche Präsenz in einem dauerhaft unstabilen Zustand "mittlerer mesosozialer Institutionalisiertheit" zu finden, der im nordamerikanischen Pluralismus der Kirchen, Denominationen und Sekten seine historisch bisher klarste Realisierungsform gefunden hat.

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