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By Jürgen Todenhöfer

Jürgen Todenhöfers document über den IS-Terror

Im Sommer 2014 führte Jürgen Todenhöfer mehrere Monate lang Gespräche mit deutschen Islamisten (via Skype), die sich dem IS-Staat angeschlossen haben. Die Erkenntnisse, die er in diesen Gesprächen gewann, sind mehr als erschreckend und enthüllen die mörderischen Absichten des sogenannten Kalifats, das einen weltweiten Gottesstaat errichten will und dabei auch vor Massenmorden nicht zurückschreckt, selbst unter Muslimen. Nach der Erweiterung Ihres Staates im Nahen Osten, bei der sie die Nachbarstaaten unterwerfen wollen, haben sie Europa und den Westen im Visier.

Im November 2014 fuhr er als bislang weltweit einziger westlicher Journalist in das Zentrum des IS-Staats, nach Mossul, hielt sich dort 10 Tage lang auf und führte weitere Interviews. In seinem Buch beschreibt er eindringlich seine Erlebnisse vor Ort.

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Die Tasche liegt noch immer dort, wo ich sie vergessen habe. Neben dem Bolzplatz. Alles noch drin. Glück gehabt. Und mit anständigen Kindern Fußball gespielt. Frederic ist pitschnass. Ich gebe ihm meine Jacke. Das zweite Flüchtlingslager befindet sich in einer alten Schule gegenüber einer Kirche. 350 Christen sind hier untergebracht, insgesamt 72 Familien. Essen und Trinken wird von der Kirche organisiert. Die Menschen sind glücklich, dass sie wenigstens etwas Hilfe erhalten. Die meisten sind auch hier aus Mosul geflüchtet.

Ein Auto, vollgestopft mit weiteren Peschmerga-Kämpfern, kommt angebraust. Am Steuer sitzt ein betont cooler junger Kämpfer mit Tuch um den Kopf und goldener Sonnenbrille auf der Nase. Ich sage freundlich, dass wir gerne ihre Basis sehen würden. Und steige einfach zu ihnen ins Auto. Das funktioniert immer. Auch hier. Im Wagen ist es eng und unbequem. Ich sitze auf irgendwelchen Handfeuerwaffen und versuche, mich möglichst wenig zu bewegen. Mit quietschenden Reifen fahren wir los. Unser Fahrer aus Erbil und Frederic folgen im Taxi.

Ich frage sie, warum die 100000 stolzen, weltberühmten Peschmerga Hilfe der Amerikaner und Europäer forderten und den Kampf gegen den IS nicht eigenständig führen wollten. Sie seien als Guerillakämpfer doch eine Legende. Verlegenes Lächeln. »Was sollen wir machen? Wir haben nur diese Kalaschnikows und kleine Waffen! Der IS hat modernste Waffen. « Entschuldigend ergänzen sie: »Wir haben auch noch gar keinen Befehl erhalten, den IS zu vertreiben. Wenn unser Präsident uns den Befehl geben würde, den IS aus Mosul zu vertreiben, dann würden wir keine Sekunde zögern, sondern stolz und ohne Angst in den Kampf ziehen.

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