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By Horst Gericke

Das Hauptthema dieser Arbeit ist das Zulassungswesen. Die dabei zu unter­ suchenden Fragen dürften aber nur dann verständlich sein, wenn zunächst ausgeführt wird, wie sich eine Begebung von Wertpapieren heute abwickelt und welche Fragen die Zuteilung der Wertpapiere an die Konsortialbanken und die Zeichner aufwirft. Die Zulassung von Wertpapieren zum Börsenhandel, die früher als Voraussetzung für die erfolgreiche Begebung von Wertpapieren galt, bildet heute - zeitlich gesehen - den Abschluß des Begebungsvorganges. Der Sinn und Zweck des Zulassungsverfahrens hat sich damit grundsätzlich gewandelt; denn der Prospekt dient nicht mehr als Mittel zur Unterrichtung der Zeichner vor der Begebung von Wertpapieren, sondern erfüllt heute ganz allgemein die Aufgabe, die Offentlichkeit über die Verhältnisse des Wert­ papierausstellers zu unterrichten, wenn er den Kapitalmarkt beansprucht. Hierin liegt zugleich eine Besonderheit des deutschen Zulassungsverfahrens, die dem Verfahren in der Schweiz und den Niederlanden nicht zu eigen ist. Wenn das deutsche Zulassungswesen bisher auch seine Aufgabe erfüllt hat, so haben sich im Laufe der Zeit doch gewisse Mängel gezeigt. Sie dürften beson­ ders darin liegen, daß die prospektfreie Börseneinführung für gewisse öffent­ ~iche Anleihen heute nicht mehr zeitgemäß ist. Ferner fällt es auf, daß das Zulassungsverfahren in Deutschland oft geraume Zeit dauert und die amtliche Notierung häufig erst viele Monate nach der Begebung der Wertpapiere auf­ genommen wird.

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B. 10% des Zeichnungsbetrages, einzuzahlen 34). Das Konzertzeichnen wird dadurch grundsätzlich nicht verhindert, weil es immer Kapitalanleger geben wird, die über die erforderlichen Mittel ohne weiteres verfügen oder sich diese mühelos beschaffen können. 2. Die Sperre der Stücke bei der Zuteilung. Auch diese Maßnahme verspricht keinen Erfolg, weil der freie Markt und die Preisbildung dadurch unnötig behindert werden und die Sperrfrist durch Ubereinkommen zwischen großen Zeichnern und Konzertzeichnern gegebenenfalls umgangen werden kann.

S. 92/93. ') Vgl. hierzu Flersheim, a. a. , S. 1101111, der eine Reihe von Beispielen dafür anführt, daß der Kurs zunächst nicht festgesetzt werden konnte. Jacobs, a. a. , S. 97/98. erwähnt als Beispiel dafür die Einführung von Aktien der Aktiengesellschaft vormals H. Melnetke an den Börsen zu Berlin und Breslau im Jahre 1912. Philipp, a. a. , S. 92/93, schildert eingehend die Umstände, unter denen sich im Jahre 1920 die Einführung von Aktien der Tellus AG für Bergbau und Hüttenindustrie an der Frankfurter Börse abspielte.

Den Umlegungsschlüssel bilden dann die Unterschiede zwischen Quoten und Zeichnungsergebnissen (Minderzeichnungsergebnisse) 58). Im Gegensatz zu dem oben erwähnten Verfahren wird diese Art der Zuteilung Verfahren ci la "lyonnaise" genannt 59). "Das Verfahren ci la lyonnaise bringt den Grundsatz zur Geltung, daß die Stellung (Quote) einer Bank im Syndikat von ihrer Kapitalkraft und von ihrer Placierungskraft abhängig sein soll. " 80) Bei allgemeiner Unterzeichnung wird mit einer Zuteilung nach Minderzeichnungsergebnissen dasselbe erreicht wie mit einer Zuteilung des Gesamtbetrages 5<) Vgl.

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